Angst vor Spinnen ein Problem

Das Bienensterben wird immer mehr Leuten bewusst. Dagegen hapert es beim Spinnensterben noch. Die Vorbehalte gegen die Achtbeiner sind vielfach gross.

Das Betrachten einer Spinne löst bei vielen Menschen Angst aus. Das ist zunächst nachvollziehbar, denn die Tierchen erscheinen unberechenbar und sind zudem erstaunlich schnell. Anderseits sind die einheimischen Spinnen für uns grundsätzlich ungefährlich. Dazu kommt, dass sie sich vor uns wohl mehr fürchten als umgekehrt.

Bei uns herrscht ein relativ breiter Konsens, dass man etwas gegen das Bienensterben unternehmen sollte. Von einem "Spinnensterben" oder dergleichen spricht dagegen kaum jemand, obschon auch Spinnen - aus verschiedenen Gründen - zusehends unter Druck geraten. Auch Spinnen sind für uns wichtig, aber ihr Aussehen schreckt halt viele ab.

Das oben abgebildete Exemplar ist übrigens ein Zimmermann (im deutschsprachigen Raum Weberknecht genannt). Der Zimmermann ist keine Netzspinne (und auch nicht zu verwechseln mit der Zitterspinne), wie man auf dem obigen Bild gut sieht. Noch etwas fällt auf: Im Unterschied zu Netzspinnen ist der Körper des Zimmermanns nicht in zwei Teile gegliedert.

Zimmermann-Spinnen trifft man manchmal im Gebäude an. Problematisch dabei ist, dass sie im Gebäude wahrscheinlich nicht genügend Nahrung finden. Sie grasen lieber die Wiese nach kleinen Beutetieren ab. Auch benötigen sie einen geschützten Rückzugsort, was innerhalb von Gebäuden nicht immer einfach ist. Zudem herrscht im Gebäude für Zimmermann-Spinnen die Gefahr, von einem aufgeschreckten Menschen niedergeschlagen zu werden.

Daher empfiehlt es sich, den ins Gebäude verirrten Zimmermann-Spinnen nach draussen zu verhelfen. Dazu benötigt es lediglich etwas "Einfühlungsvermögen" und Rücksicht, dann wird man (erstaunt) feststellen, dass die anscheinend ungebetenen Besucher völlig harmlos sind.  

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