Rückkehr einer Totgeglaubten

Kürzlich kam es zu einer überraschenden Rückkehr einer bereits totgeglaubten Spinne. Sie hatte sich bloss gehäutet.

Im Keller lebt eine Spinne. Nun, da ist sie wohl nicht die einzige. Einzigartig an ihr ist jedoch, dass sie sichtbar ist. Normalerweise halten sich die Grossen Winkelspinnen gerne in einem zurückgezogenen, dunklen Winkel auf, wo man sie nicht ohne weiteres sieht. Doch jetzt, wo sich die Männchen auf Partnersuche befinden, treten sie hie und wieder prominent in Erscheinung. Dass ihr Aufenthalt ausserhalb ihres geschützten Netzes gefährlich ist, versteht sich von selbst. Ihre grösste Gefahr ist der Mensch - und dieser reagiert auf Spinnen bekanntlich nicht immer freundlich.

Vor ein paar Tagen ist etwas Seltsames passiert. Da lag die Spinne vermeintlich tot am Boden und zwar über längere Zeit, bis sie von jemandem weggeräumt wurde. Später war die Spinne plötzlich wieder sichtbar. Ihr Körper schien etwas heller als zuvor und war etwas grösser. Dies legt die Vermutung nahe, dass es sich um dieselbe Spinne handelte - und dass eine Häutung stattgefunden hat. Falls diese These stimmt - ohne weiteres lässt sich dies ja nicht feststellen - war der "tote Körper" nichts anderes als ihr abgestreiftes Skelett.

Der Zufall wollte es, dass die Spinne an Orten in Erscheinung trat, wo sie für den Menschen gut sichtbar war. Es ist davon auszugehen, dass sie bereits mehreren Menschen einen Schrecken eingejagt hat. Immerhin: Bislang hat ihr niemand etwas angetan. Das ist vorbildlich, denn letztlich handelt es sich bei der Spinne ja um ein Lebewesen. Dieses hat zwar viel mehr Beine als wir, ist aber auch viel kleiner und kann uns nicht wirklich etwas anhaben.

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