Wo es heimelig ist

Beim Begriff "Hauptort" denkt man an einen grossen Ort, typischerweise an eine Stadt. Wie verhält es sich beim Hauptort des kleinsten Kantons der Schweiz?

Im Dorf Appenzell trifft Beständiges auf Modernes, zum Beispiel der Landsgemeindeplatz auf Filialen von Grossbanken. Es ist so ein Ort, wo man sich sofort wohl fühlt. Die gut erhaltenen Häuserfassaden in der Hauptgasse im Dorfkern vermitteln mit ihren ortstypischen Verzierungen ein Gefühl der Heimat und der Geborgenheit. Die Gebäude stammen zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert und stehen unter Denkmalschutz.

Appenzell ist der Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden. Obschon weniger als 10'000 Menschen hier leben, handelt es sich um eine (historische) Stadt. Es ist wahrscheinlich schon so, dass zum Beispiel jemand aus der Stadt Zürich für diese Umstände nur ein mildes Lächeln übrig hat! Doch gerade jemand aus einer grossen, verkehrs- und lärmintensiven Stadt könnte sich in Appenzell sehr wohl fühlen, denn das Dorf bietet einigen Erholungsraum.

Wenn es in öffentlichen Diskussionen um die Ostschweiz geht, gerät Appenzell manchmal hinter den grossen Orten Sankt Gallen, Schaffhausen, Rapperswil-Jona, Frauenfeld und Wil in Vergessenheit. Dabei liegt das Dorf direkt im Herzen der nördlichen Ostschweiz. Zudem war Appenzell in der Geschichte Schauplatz mehrerer wichtiger Handlungen. Wer mag, sollte unbedingt einen Blick in die Bücher werfen.

"Sönd wöllkomm", also "seid willkommen", sind nicht nur zwei hingeschriebene Worte. Tatsächlich heisst das Dorf die Gäste an verschiedenen Stellen herzlich willkommen, etwa in Cafés, Dorfläden oder beim Flanieren in den Gassen. Dort entdeckt man mit ein wenig Glück eine weisse Katze, die sich auf dem Geländer eines Wirtshauses in der Sonne wärmt. Selbst sie heisst einen willkommen und lässt sich gerne streicheln.

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