Der Traum vom eigenen Schloss

Manche verbinden den Arenenberg mit Napoléon, oftmals aber mit dem "falschen". Viele kennen diesen Ort indes gar nicht.

Wenn man sich den Ort seines Zuhauses frei wünschen könnte, würde vielleicht hie und dort ein kleines Schloss auf einem Hügel oberhalb eines Sees gewünscht werden. Diesen Traum schienen auf dem Arenenberg im Kanton Thurgau schon die Römer in die Tat umgesetzt zu haben, wobei es sich bei den damaligen Bauten wahrscheinlich noch nicht um eine Schlossanlage handelte.

Der Arenenberg befindet sich in der Gemeinde Salenstein auf einer Höhe von 459 Metern über Meer, in nächster Nähe zum südlichen Ufer des Untersees. Es handelt sich um einen wahrlich geschichtsträchtigen Ort, welcher vor allem mit Napoléon in Verbindung gebracht wird. Doch nicht etwa Kaiser Napoléon I lebte auf dem Arenenberg, sondern dessen Neffe Charles-Louis-Napoléon Bonaparte (Kaiser Napoléon III). Dieser kaufte im Jahr 1855 das Anwesen zurück, nachdem es bereits von 1817 bis 1843 im Familienbesitz war.

Nachhaltige Spuren hinterlassen hat auf dem Arenenberg vor allem Hortense de Beauharnais, die Mutter von Napoléon III. Ihr wird unter anderem die (ursprüngliche) Gestaltung der herrlichen Gartenanlage unterhalb des Schlosses im Norden bzw. Osten zugeschrieben, welcher unter anderem eine Fontäne und eine Eremitage aufweist. Der Garten wurde später unter der Leitung ihres Sohnes umgestaltet und umfassend restauriert. Nachdem das Anwesen im Jahr 1906 dem Kanton geschenkt wurde, schüttete man den Garten vorübergehend zu.

Wenn man auf dem Arenenberg in die Ferne sieht, zur deutschen Insel Reichenau oder zum Nordwesthang des Arenenbergs mit den Reben, dann kann man den Traum vom kleinen Schloss auf dem Hügel oberhalb des Sees sehr gut verstehen.

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