Hübsch, gross, bedroht

Zum Wandern gehört auch das Beobachten der Natur. Manches, was am Wegrand krabbelt und herumschwirrt, ist bedroht. So auch ein gewisser weisser Falter.

Nicht nur auf dem schmalen, bekiesten Wanderweg in der Nähe des Waldrandes wird gewandert: Kaum ein halber Meter davon entfernt fliegt ein grosser weisser Falter von einer Kratzdistel zur anderen, um Nektar aus ihren Blüten zu saugen. Es handelt sich um einen sogenannten Baumweissling, welcher zu den Wanderfaltern gezählt wird. Auffällig sind seine weissen Flügel und die gut sichtbaren Aderungen.

Ob es sich beim abgebildeten Exemplar um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, lässt sich aufgrund der Distanz zum Fotosubjekt nicht eindeutig bestimmen. Für ein Männchen sprechen vor allem die deutlich sichtbaren dunklen Aderungen. Demgegenüber sind die Aderungen der Weibchen meistens eher bräunlich und die Flügel transparenter (siehe Beschreibung hier [externer Link]).

Für die Baumweisslinge findet sich ein Eintrag in der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN). Die Insekten sind dort zwar in der niedrigsten Gefährdungsstufe ("least concern") mit einer stabilen Entwicklung eingetragen. Der Eintrag stammt allerdings noch aus dem Jahr 2009 und bedarf - wie im Eintrag vermerkt ist - einer Aktualisierung (siehe zum Ganzen hier [externer Link]).

Da es sich bei den Baumweisslingen wie gesagt um Wanderfalter handelt, bleibt für ein gutes Foto nicht immer viel Zeit. Zudem lassen sich die Falter (verständlicherweise) nicht gerne stören und entfernen sich, wenn sich ein Mensch ihnen unvorsichtig nähert. Dass sich Baumweisslinge auch in meinem Insektenhotel finden, ist schliesslich eher unwahrscheinlich. Denn sie leben vor allem auf Höhen zwischen 1'000 und 1'400 m.ü.M. (siehe hier [externer Link]). So übrigens auch das abgebildete Tierchen.

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